Stand: 01.07.2026
Mit der Überweisung des Kaufpreises für mein Haus habe ich umgehend auch den Kaufpreis des gebrauchten Wohnmobils an den Händler getätigt.
So erhielt ich einen Tag später per Einschreiben die Unterlagen und konnte das WoMo (Wohnmobil) beim Straßenverkehrsamt anmelden.
Am 27.06.2026 sollte vereinbarungsgemäß das WoMo in Bedburg-Hau abgeholt werden.
Mit meiner Freundin Bianca und unseren Hunden Farah und Einstein fuhren wir dorthin.
Beim Start gab es Probleme.
Meine Freundin, die eigentlich mit ihrem Fahrzeug fahren wollte, verlor vor meinem Haus Kühlwasser. Beim Rückwärtssetzen touchierte sie ein Geländer. Der Tag begann schon nicht gut.
Bereits während der Woche waren die Temperaturen extrem hoch. Fast täglich hatten wir über 30 Grad C in Arnsberg.
Aus dem Grunde fuhren wir an dem besagten Samstag bereits um 6 Uhr los - dann mit meinem Renault Trafic III, L2 H1.
Pünktlich um 9 Uhr standen wir beim Wohnmobilhändler auf dem Hof. Zuvor hatten wir an einer Tankstelle ein Brötchen gegessen und Wasser getrunken. Bevor die Einführung in das WoMo begann, sorgten wir dafür, dass unsere Hunde im Schatten lagen und Wasser erhielten.
Dann ging es los.
Mein WoMo, ein Hymer Tramp 674 SL Star Edition, Baujahr 2009 stand während der gesamten Zeit in der prallen Sonne. Im Aufbaubereich gibt es keine Klimaanlage. Die Einführung war schweißtreibend.
An dem Tag hatten wir ca. 40 Grad C! Rekord für den Monat Juni.
Die Einführung dauerte 4 Stunden – begleitet von 1 kleinen Erfrischungspause von ca. 10 Minuten. Nachdem um 13 Uhr die Einführung beendet war und die Formalien auch erledigt waren, fuhren wir los. Bianca nahm meinen Renault Trafic und ich fuhr das neue WoMo. Bereits kurz nach dem Verlassen des Geländes merkte ich, dass mein Handy nicht lief. Gern hätte ich für den Rückweg Google Maps als Navi genutzt. Aber wegen Überhitzung versagte mein Handy. So musste meine Freundin vorfahren.
Bei der Heimfahrt setzte mir die Hitze immens zu. Ich wollte nur nach Arnsberg.
Auf der Autobahn (Höhe Auffahrt im Ohl) wurde ich unkonzentriert und war nicht mehr aufmerksam. Leider fuhr ich an der Leitplanke entlang und beschädigte mir das schöne WoMo.
Dieser Unfall wurde von mir kurzerhand bei der Polizeiwache in Hüsten gemeldet.
Jetzt steht es auf dem Autohof Drago und wartet auf den KFZ-Sachverständigen.
Glück im Unglück: Einstein und mir ist nichts passiert! Und der Sachschaden kann auch repariert werden.
Am Sonntagmorgen, am 28.06.26, kamen nach einem Aufruf ca. 10 HelferInnen zum Haus Schloßstr. 30, die mir mit ihren Fahrzeugen halfen, meine restlichen Sachen zum WoMo zu bringen. Diese Aktion dauerte 1 Stunde und ich danke allen, die mir geholfen haben.
Danach fing ich erst recht an, zu rödeln. Meine sog. Plürren mussten in das WoMo eingeräumt werden. Aber auch am Nachmittag unterbrach ich diese Unternehmung, da es wieder zu heiß wurde. Schwierigkeiten mit dem Kreislauf und die Luft war sehr stickig.
Jetzt sind die Sachen zwar im WoMo untergebracht, aber unordentlich. Ich muss in Ruhe nochmals durch die Sachen durchsehen und aussortieren. Mein Bestreben war es, erstmal alles im WoMo zu haben, da Gewitter angesagt war. Bereits 2 Mal war ich beim Entsorger LOBBE; dieser Betrieb ist nur 300 m vom Autohof entfernt!
Die letzte Nacht war bereits die 3. Nacht, die ich mit Einstein in meinem WoMo verbrachte. Im WoMo schlafe ich wunderbar. Tief und fest. Einstein gewöhnt sich auch schnell an die neuen Umstände. Alles ist gut. Zwar verbringe ich jetzt meine Nächte vorerst auf dem Autohof Drago, aber am Freitag kommt ja der KFZ-Sachverständige und dann schauen wir weiter.
Parallel dazu habe ich auch noch zugesehen, dass alles mit dem Haus Schloßstr. 30 in Arnsberg für die Haus-/Schlüsselübergabe in Ordnung war.
Diese Aktion sollte am gestrigen Tag um 16 Uhr stattfinden; anschließend mit einer Nachbarschaftsfeier – organisiert durch den Immobilienmakler Lucas Vogt – ab 18 Uhr.
Das Haus wurde übergeben. Die Feier hat stattgefunden.
Wie ich nachträglich erfuhr, dauerte die Feier recht lang. Da ich erschöpft war, verließ ich bereits gegen 20.30 Uhr die Feier. Ich musste mich erholen.
Jetzt bin ich nur noch für mein WoMo, Einstein und mich verantwortlich!
Die Ära Ortmann/Fängewisch ist nun in der Altstadt beendet. Zu 10% bin ich darüber traurig, aber 90% schauen nach vorne. Es geht weiter mit Veränderungen; die Komfortzone wird verlassen!
Aufgrund von Behördengängen, Friseurtermin für Einstein und jetzt auch dem Unfallschaden halte ich mich vorerst in Arnsberg auf. Tagsüber in der Stadt – abends im WoMo auf dem Gelände des Autohofes Drago!
So lebe ich ab heute „in den Tag hinein“ – im Wohnmobil!
Es ist geschafft!