Vom 27.07.26 bis dato (16.09.26)

Veröffentlicht am 16. September 2026 um 10:27

 

Während meines letzten Aufenthaltes in Arnsberg stellte ich den Kontakt zu „Wir kaufen Dein Auto“ her. Mein Renault Trafic III, L2H1, habe ich am 27.06.26 schweren Herzens verkauft. Ich hatte ihn ja nach meinen Vorstellungen nachgerüstet.

Seit 2021 hat mir EMIL treue Dienste geleistet. Ich bedauere den Verkauf, aber es musste sein.

Schade ist es, dass er jedoch nach Litauen gebracht worden ist. Eine ehem. Arbeitskollegin hat ihn auf einem Auflieger fotografiert. Ich hoffe, er findet dort Personen, die ihn wertschätzen können.

 

Meine bisherigen Übernachtungsorte mit meinem WoMo KNUD waren 

  • Lennestadt-Bilstein, kostenloser Stellplatz am Teich
  • Siegen
  • Wetzlar, Stellplatz (SP) auf der Lahninsel
  • Idstein, sehr schöner Stadtkern, SP an den Tennisplätzen, ca. 2 km per Pedes in die Innenstadt
  • Mainz
  • Alzey
  • Bad Kreuznach
  • Bingen a. Rhein, SP direkt am Rhein für 8 €
  • Kinheim
  • Boppard a. Rhein
  • Nassau
  • Hachenburg
  • Olpe
  • Bad Fredeburg, kostenloser SP, leider nur 1 Übernachtung möglich
  • Anröchte
  • Arnsberg/Nass
  • Arnsberg/Altes Feld
  • Düsseldorf/Caravan Salon 2026
  • Schieder See
  • Camper Treffen Hameln
  • Rinteln, schöner SP direkt an der Weser 
  • Verl
  • Camper treffen Coesfeld-Lette
  • Borken-Weseke
  • Groß Reken

 

Die Aufzählung zeigt, wo ich bisher gewesen bin und mit KNUD gestanden habe. Manchmal nur für eine Nacht oder auch für maximal 3 Nächte. Grundsätzlich war ich bestrebt, auf den Stellplätzen 2 Nächte zu verbringen.

Der Vorteil von 2 Nächten ist, dass man am Anreisetag die Umgebung kennenlernt und dann am 2. Tag konkrete Aktivitäten starten kann. Der 3. Tag dient der Abreise.

Da ich Frühaufsteherin bin, verlasse ich mit KNUD und EINSTEIN die Orte auch schon gegen 9 Uhr.

 

Bisher habe ich sehr viele nette Begegnungen gehabt. Viele Personen leben auch mittlerweile in ihren Wohnmobilen, ob gewollt oder durch einen Schicksalsschlag teilweise dazu gezwungen.

In Hachenburg kam ich mit einem älteren Ehepaar ins Gespräch, welches ein älteres, großes Wohnmobil mit AK-Kennzeichen fuhr. Sie erklärten mir, dass sie seit 5 Jahren darin leben würden. Zuvor wäre ihr Hof abgebrannt. Da sie dort schon recht autark waren, konnten sie sich nicht vorstellen, in eine Mietwohnung zu ziehen. Also entschlossen sie sich, in einem Wohnmobil zu leben.

Am Bäderbetrieb in Olpe stand ein Ehepaar aus Potsdam, die auch seit 2 Jahren im Wohnmobil leben, aber noch ihre Wohnung behalten haben. Sie machen sich nun Gedanken, ob sie die Wohnung kündigen sollen. Es würde sich nicht rentieren, nur für 1 Woche im Quartal in die Wohnung zurückzukehren. Gleichzeitig denken sie auch darüber nach, sich ein anderes Wohnmobil anzuschaffen. Sie werden sich diesbezüglich auf der Caravan Salon 2026 in Düsseldorf umschauen.

Sodann habe ich auch eine alleinreisende Frau in Wetzlar kennengelernt. Sie fährt seit 2 Jahren in ihrem Van durch Europa. Ihre Meldeadresse hat sie bei ihrer erwachsenen Tochter. Mit Gaby verstand ich mich auf Anhieb. In Wetzlar führte sie mich an die regionale Speise „Handkäs mit Musik und Brot“ heran. Nach einem netten Austausch über Gott und die Welt verließ ich Wetzlar. Aber ich traf Gaby in Idstein wieder. Derzeit weiß ich nicht, wo ihre Station ist. Aber wir stehen über WhatsApp in Kontakt.

In Bad Fredeburg, wo man leider nur für eine Übernachtung auf dem Stellplatz stehen darf, habe ich ein spanisches Ehepaar als Nachbarn gehabt. Trotz Sprachbarrieren kamen wir in Kontakt. Die Frau spricht etwas Englisch, der Ehemann verständigt sich mit Hilfe von dem Google-Übersetzer. Seit 5 Jahren sind sie mit ihrem 5 Jahre alten Wohnmobil unterwegs. Sie sind nun über 170.000 km gefahren. Herzlich verabschiedeten sie sich von mir.

 

Egal, wo man ist, man lernt interessante Menschen kennen. Ich kann nicht alle Begegnungen beschreiben bzw. hier aufzählen.

Aber es hat etwas mit mir gemacht. So unterschiedlich auch die Charaktere und ihre Geschichten sind, die CamperInnen sind mit ihrem Leben zufrieden – insbesondere die, die sich für das Leben im Wohnmobil entschlossen haben. Auf geringem Raum, mit wenigen notwendigen Sachen – nur im Einklang mit sich selbst!

Camper Treffen mag ich, weil ich dort bereits mir bekannte Personen wiedertreffe, aber auch neue Kontakte knüpfen kann. Natürlich gibt es Personen, die mir nicht guttun, aber von denen distanziere ich mich.

Nach solchen Treffen merke ich auch, dass ich doch lieber für mich allein bin. Die Treffen können recht anstrengend sein.

Auf dem Stellplatz in Groß Reken traf ich ein älteres, niederländisches Ehepaar wieder. Unsere WoMos standen bereits zuvor in Olsberg nebeneinander. Damals offerierte ich ihnen die Mini-Muffins von ALDI. Als ich in Groß Reken auf den Platz fuhr, sprachen sie mich sofort an und hatten eine schöne Erinnerung an mich. Gleichzeitig erhielten sie von mir ein Stück Käsekuchen. Es ist ein schönes Geben und Nehmen. Smalltalk ist auch immer wieder nett.

Dadurch kommt auch kein Gefühl von Alleinsein oder Einsamkeit auf. Das kenne ich nicht.

 

Sehr viele Wohnmobilisten haben auch einen Hund dabei, sodass man neben dem Thema WoMo und Reisen auch über das Thema Hund Kontakt aufbauen kann. So haben wir neben Farah, der Hündin von meiner Freundin Bianca, nun auch eine andere Farah kennengelernt: 11jährige Labrador-Rhodesian Ridgeback-Hündin. EINSTEIN war wieder sehr charmant zu dieser Hündin.

 

Zum meinem alltäglichen Leben:

Mit EINSTEIN gehe ich viel spazieren. Wir besichtigen auch viele Orte und Sehenswürdigkeiten. Also, es wird für meine Bewegung gesorgt. Manchmal ist es auch notwendig, dass ich für EINSTEIN seinen Hundebuggy auf den langen Besichtigungstouren mitnehmen muss.

Ich kaufe Lebensmittel und Getränke weiterhin bei ALDI und LIDL ein. Bisher war ich nur einmal auf einem Markt. Es hat sich nicht anders ergeben.

Waschen musste ich bisher noch nicht. Da ich zu viel Kleidung dabeihabe, wird diese aufgetragen und dann entsorgt.

Da ich nur kurze Strecken fahre, habe ich in den letzten 2 Monaten bisher 250 € für Diesel bezahlt.

Das Essengehen muss ich einschränken, da hierfür die größten Ausgaben anfallen. Ich muss mehr für mich kochen. Dies stellt eine enorme Umstellung für mich dar. Aber Dank Heißluftfriteuse (HLF) und Ridge Monkey kann ich auch etwas Essbares zaubern.

Mit Hilfe verschiedener Apps suche ich kostenlose und preiswerte Stellplätze auf. Mehr als 15 € für eine Übernachtung will ich auf einem Stellplatz nicht ausgeben. 

Da mein WoMo noch zuviel Gewicht hat – über die zugelassenen 3,8 t – muss ich noch einige Sachen entsorgen; hier sind noch die Heckgarage und auch der hintere Innenbereich auszusortieren.

Bestellungen von AMAZON lasse ich mir zu Postfilialen in Städten, die ich anfahren werde, schicken. Klappt super! Man kann sich die Bestellungen auch, nach Rücksprache mit den Betreibern, zu Campingplätzen schicken lassen.

Im Notfall kann ich auch einige Dinge an Adressen meiner Freundinnen schicken lassen.

Noch einige Veränderungen im Wohnmobil sind vorzunehmen; dies braucht auch seine Zeit und muss nicht sofort sein (anderes Dachfenster, Gastankflaschen, Auflastung auf 4,5 t, evtl. andere Toilette).

 

Kein Tag gleicht dem anderen; Langeweile kommt nicht auf. Je länger ich im WoMo lebe, umso heimischer fühle ich mich!

 

Es ist mein Zuhause!

 

EINSTEIN kommt mit dieser neuen Situation auch klar; er kennt ja das Reisen schon aus den vergangenen Jahren. Meine kleinen Dekorationen tragen zu dem sog. Hygge-Gefühl bei.

Jetzt ist mir auch ein Lichtstrahler von der Wand gefallen. Aber ich konnte ihn wieder befestigen. Das macht auch den Charme meines 17 Jahre alten WoMos aus.

 

Es muss nicht alles perfekt sein!

 

In Cafés/Biergärten sitzend beobachte ich gern bei einer Tasse Kaffee oder einer Cola Zero die vorbeilaufenden Menschen. Während meiner Fahrten denke ich, wie viele unterschiedliche Menschen es gibt. Und dann fühle ich mich ganz klein. Ich bin nur eine Person von derzeit 8,3 Milliarden auf der Welt.

Ich hinterfrage dann, warum sich manche Menschen als etwas Besseres und Größeres einschätzen?!

Dabei sind wir alle gleich! Macht, Besitz – das sind Dinge, die man nicht braucht.

M. E. sollte sich jeder Mensch auf das Wesentliche besinnen; auf die eigene Person.

 

Geld und Macht machen nicht zufrieden;

die Zufriedenheit kommt von innen!

 

 

ICH BIN ZUFRIEDEN!